Etikette und Knigge – beides das Gleiche?

Etikette

Woher kommt eigentlich der Begriff des Knigges und was hat dieser mit der Etikette zu tun? MySugardaddy klärt auf!

Der Knigge

Der Begriff Knigge leitet sich vom Namen des deutschen Schriftstellers “Adolph Freiherr Knigge” ab, welcher von Mitte bis Ende des 18. Jahrhundert lebte. Sein bekanntestes Buch, ist das “Über den Umgang des Menschen”, welches auch unter dem Namen “Knigge” bekannt ist. Dieser Ausdruck steht in Deutschland heutzutage eher für einen Benimmratgeber und bedeutet so viel wie “gute Manieren” oder “gutes Benehmen”. Doch jener Gebrauch basiert seither auf einem Irrtum.

Die Lektüre befasst sich vielmehr mit den von den Idealen der Aufklärung geprägten Sammlung an “Umgangsregeln”.

Diese Regeln definiert Knigge wie folgt:

„Wenn die Regeln des Umgangs nicht bloß Vorschriften einer konventionellen Höflichkeit oder gar einer gefährlichen Politik sein sollen, so müssen sie auf die Lehren von den Pflichten gegründet sein, die wir allen Arten von Menschen schuldig sind, und wiederum von ihnen fordern können. – Das heißt: Ein System, dessen Grundpfeiler Moral und Weltklugheit sind, muss dabei zum Grunde liegen.”

Die Umgangsformen die sich nur mit der offiziellen Förmlichkeit beschäftigen, waren nicht Knigges Beschäftigungsfeld und sind somit der Etikette zuzuordnen.

Die Etikette

Das Wort Etikette lässt sich aus dem französischen “etiquette” ableiten und stammt ursprünglich von angehefteten Zetteln, welche am französischen Königshof verwendet wurden. Auf diesen stand die Rangfolge der am Hofe zugelassenen Personen, wie diese sich gemäß den Regeln am Hofe “anständig” zu verhalten haben. So nimmt die Geschichte der Etikette ihren Lauf und ist heute auch als “Benimmregel” bekannt. Sie lässt sich als eine Art Verhaltensregelwerk beschreiben, welches sich auf zeitgenössische traditionelle Normen beruft. Bekannte Regeln bzw. Umgangsformen der Etikette sind beispielsweise: gute Manieren, gutes Benehmen, gutes Betragen, guter Ton, Achtung, Anstand, Höflichkeit, Fairness und Schliff.

Quintessenz

Auf den Punkt gebracht, befasst sich der Knigge also mit den Umgangsformen des Menschen – sprich wie der persönliche Umgang und das Verhalten in Gegenwart anderer Menschen sein sollte. Nach dem Tod von Adolph Freiherr Knigge, hat sich sein Buch mehr und mehr zu einer Sammlung von Benimmregeln entwickelt, was dazu führte, dass der „Knigge“ nun fälschlicherweise für gute Manieren oder als Benimmratgeber steht.

Das was heutzutage also als „Knigge“ bekannt ist, ist so gesehen der Grundgedanke der Etikette und entspricht nicht mehr dem eigentlichen Sinn.

Als Sugarbabe und als Sugardaddy können wir daraus entnehmen, dass wir sowohl den Knigge, als auch die Etikette omnipräsent in unseren Köpfen haben sollten, um mit einem vorbildhaften und “reichen” Verhalten auftreten zu können. Dies imponiert nicht nur dem Gegenüber, sondern beeinflusst auch die Mitmenschen im positiven Sinne, sobald mit Anstand, Moral und Menschlichkeit gehandelt wird. Darüber hinaus wirken wir mit einem zusätzlich gepflegten Aussehen noch attraktiver auf die Menschen und lassen uns in einem einzigartigen Licht dastehen.

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By Daniele Zedda • 18 February

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